Knie

Knorpelschäden

Eine glatte Knorpeloberfläche ist Bedingung für das reibungslose Gleiten eines Gelenks. Sollte es durch Verletzungen oder Erkrankungen zu einem Schaden an der glatten Oberfläche kommen, kann es unbehandelt zu einer massiven Gelenkstörung (eine Reibung oder Entzündung) kommen.


Außerdem trägt der Gelenkknorpel (hyaliner Knorpel) durch seine Beschaffenheit zur Abpufferung von Stoßbelastungen bei.


Funktionelle Therapie:
Symptomatische Behandlungbei Knorpelprellung und flächenhaften Abnützungen bei beginnender Arthrose. (Eis, Schonung, Entzündungshemmung)
Orthesen, Einlagen, Achsenkorrekturenzur Vermeidung von Belastungsspitzen. (Schiene, Einlage)
Muskelaufbau und Bewegungstherapiezum Schutz des Gelenks und zum Verteilen der knorpelernährenden Gelenksflüssigkeit.
Operative Therapie:
Infiltration von Substanzenzur Erhöhung der Viskosität des Gelenks und damit zur Verzögerung des Knorpelabriebes (Synvisc, Hyalgan, Artzal u.ä.)
Infiltration von körpereigenen Stammzellen (ACP)Dabei werden aus eigenem Venenblut gewonnene Stammzellen und Wachstumsfaktoren in das betroffene Gelenk injiziert und dadurch ein Regenerationsprozess an den geschädigten Knorpelflächen eingeleitet.
Arthroskopische Gelenksspülung
Operative Refixation(wiederanheften) von abgesplitterten Knorpelteilen
Operative arthroskopische Knorpelanfrischung
Operative Implantation von eigenem Gelenkknorpel(Mosaikplastik)
Operative Implantation von eigenen gezüchteten Knorpelzellen
Gelenksersatzmit Teil- oder Totalendoprothese

Klassifikation von Knorpelschäden:

Man unterscheidet vier verschiedene Schweregrade in Bezug auf die Schädigung.


Grad 1: Knorpelerweichung


Grad 2: Aufrauhung der Oberfläche


Grad 3: Kraterförmiger Defekt


Grad 4: Fehlen der gesamten Knorpelschicht bis zum Knochen